Das Ende - TriumphSite

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DAS ENDE EINER ÄRA


Die British Leyland Motor Corporation war ein Firmengeflecht von verschiedenen britischen Automarken, die ihrerseits wiederum bereits aus Konsortien bestand. Sie entstand einerseits aus dem BMC (früher Nuffield Corp.) und dem Leyland Konzern die 1968 fusionierten. BMC wiederum bestand aus Morris, Austin Riley, Wolsely und anderen Marken. Leyland aus dem LKW und Bushersteller, aus Standard Triumph.
BMC fusioniert mit Jaguar 1966, während Leyland wiederum sich 1 Jahr später Rover einverleibt. So kommen die vielen ehemaligen Konkurrenten letztendlich (1968) alle zusammen. Der BLMC Konzern mußte mehrmals von der britischen Regierung gestützt werden, zletzt 1975 - ab dem Zeitpunkt spricht man nurmehr von BL Corp. kurz BL. Nachdem eine Marke nach der anderen aufgelassen werden, bleibt am Ende - 1981 nurmehr Rover übrig, da Jaguar bereits ausgegliedert wurde. Anfangs noch als Austin-Rover Group wird Rover 1994 an BMW als Rover Group verkauft, in dem sämtliche ehemaligen Markennamen - bis auf Jaguar schubladiert wurden. Abgesehen von den Triumph Modellen der Michelotti Ära, entstand nach deren Ausklang 1977, nurmehr der TR7/8 und als japanisches Kuckucksei - der Triumph Acclaim.
Nach 6  Jahren wird die Rover Group wieder in die Selbständigkeit entlassen, nicht ohne erheblich Federn zu lassen (das Erfolgsmodell Mini wurde erheblich weiterentwickelt und verblieb bei BMW), bis 2005 filetiert - der Rest in den Konkurs geschickt!
   Die ehemalige Industrie und Autobauer-Nation Großbritannien hat nunmehr keine eigenständige, nationale Autoproduktion mehr, alle bis auf einige kleine Nischenmarken, wurden alle  geschluckt oder aufgelassen. Sieht man sich die europäische Automobilszene heute an, dann wird sie von nur einer Handvoll - hauptsächlich in deutscher Hand befindlichen Marken beherrscht, abgesehen von asiatischen Marken gibt es BMW, Mercedes, VW-Audi,Peugeot-Citroen, Fiat-Alfa, Renault ist auch schon zur Hälfte asiatisch (Nissan) und Volvo gehört seit kurzem den Chinesen.
   Die Globalisierung der europäischen und insbesonders britischen Automobilhersteller hatte die Vernichtung von zig-tausenden Arbeitsplätzen in den Ursprungsländern (Warum sollen uns die asiatischen Arbeitsplätze interessieren?) Und die Vielfalt hat auch gelitten, lediglich die Deutschen konnten sich mit drei echt deutschen Marken behaupten.
Bis in die frühen 60er Jahre hatte:
Großbritannien fast 20
Frankreich 5
Italien  5...
Deutschland 6...
Schweden 2...
Niederlande 1...
....bekannte Marken in ihrem Portfolio, heute gibt es nur noch knapp sechs unabhängige Markenhersteller in Europa.(Drei in Deutschland und je 1 in England-Italien-Frankreich.)

Die vielfach beschworene Globalisierung hat so gesehen weniger Vielfalt gebracht, die nationalen europäischen Autoindustrien weitgehend ruiniert und durch asiatische Konglomerate ersetzt. Ein erheblicher Teil der Wertschöpfung ist nach Asien oder Südamerika verschoben worden, fürdie soziale Abfederung sorgen die europäischen Sozialstrukturen - sofern noch nicht selbst ramponiert.


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