Der V8 - TriumphSite

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Der V8

 

Am Anfang stand die Überlegung den Stag mit dem 150 PS  Reihen- sechszylinder des TR5PI zu bestücken, was aber schnell verworfen wurde, dann an einen passenden Zukauf von Daimlers V8. Harry Webster, der Chefdesigner favorisierte aber sehr früh schon einen eigenen Triumph V8, mit 2500 ccm und mit einer Einspritzung von Lucas, doch mit Fortschreiten der Entwicklung waren auch die Probleme mit der Zuverlässigkeit der Lucas PI Einspritzung bei den Triumph Limousinen besonders aber beim TR5 bekannt. Doch 1968 entstand die British Leyland Gruppe und so wechselte Webster zu Austin Morris und Spen King von Rover kam zu Triumph. Und so verwarf man die Pläne zugunsten eines Vergaser-layouts, Teile davon existieren aber noch.
Weil aber Triumph gerade an einem neuen, 1500-2000ccm OHC Motor arbeitete, der die künftigen Kompaktlimousinen und den neuen SAAB bestücken sollte, packte man gleich weitere 4 Zylinder hinzu und fertig war der 3 Litermotor.
      Waren die bisherigen Motoren allesamt aus Grauguss, besaß der sogenannte "Slant Four" (schräger Vierer) einen Aluminiumzylinderkopf, der V8  naturgemäß 2 davon, um dem Motor kompakte Maße zu geben integrierten die Ingenieure die Wasserpumpe in den Motorblock, beim V8 eben zwischen den beiden Zylinderbänken. Die beiden obenliegenden Nockenwellen betätigten die Ventile direkt über Tassenstössel und wurden über Ketten und Zahnräder angetrieben, die Einstellung erfolgte über Ventilblättchen. Die Köpfe waren nicht parallel, sondern wegen der 45° Anordnung  an der Oberseite abgeschrägt. Die Anordnung der Zylinderkopfbolzen waren auch unorthodox, sie waren zueinander nicht parallel, was im schlimmsten Fall zu großen Problemen führen konnte.
Um Platz einzusparen fasste man jeweils 2 Zylinder paarweise zusammen.
Die Nockenwellen wurden durch Ketten angetrieben und der an der Rückseite fast mittig platzierte Verteiler von einer so genannten Königswelle, die ihrerseits wiederum über die Wasserpumpe angetrieben wurde. Der Verteiler wiederum betätigte über einen Sechskant Fortsatz die Ölpumpe, ähnlich wie schon beim Reihensechszylinder.
Die berüchtigten Kühlungsprobleme und die schweren Folgeschäden daraus, die letztendlich ausschlag-gebend für den schlechten Ruf des Stag, seinen wirtschaftlichen Mißerfolg und damit Rückzug vom Markt waren, waren eine Verkettung von einzelnen Umständen, die zusammen katastrophale Auswirkungen hatten.
Mehr darüber unter "Schwächen"!
Nach über 40 Jahren haben Spezialisten und Enthusiasten schon längst dem Stag V8 seine "Launen" ausgetrieben und ihn zu einem beachtenswerten Klassiker gemacht.


Triumph V8 Geisterbild


 Zylinderblock Nockenwellenradtrieb


Original Einlassspinne für Lucas PI-Einspritzung

 




Der "Slant" 4 Zylindermotor, aus dem der V8 entwickelt wurde.





           V8 Motor-Getriebe-Overdrive


Original Triumph V8 Vergasermotor

 
 
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