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Michelotti Ära

 

Die Michelotti Ära

HERALD - SPITFIRE - SMALL SALOONS - BIG SIX - TR SERIES - STAG V8

Die sogenannte  Michelotti Ära begann mit der Neuplanung der Modellpalette für die kommenden 60er Jahre, ca 1957. Giovanni Michelotti wurde vorerst mit der Verwirklichung kleinerer Triumph beauftragt, welche die kleinen "Standard Pennant" und "8/10"  ablösen sollten. Hier ist das Verschwinden des "Standard" Namens und auch der bis dahin eigens verwendeten Marke anzusetzen. Künftig würde es nurmehr Triumph geben. Für die späten 50er  Jahre war der kleine Herald eigentlich sensationell anders, anfangs zwar wie die Konkurrenz eher spartanisch in der Ausstattung, dennoch erfrischend anders. Gute Rundumsicht, leichte Lenkung, relativ sicher durch die Rahmenbauweise, sehr reparaturfreundlich. Scheibenbremsen, Holztäfelung, Zusatzarmaturen, etc gab es als Extras, doch bei den späteren Modellen in den frühen 60ern war all das schon serienmäßig. Die aus der Not entstandene Rahmenbauweise, nämlich mangels technischer Voraussetzungen für den Bau selbsttragender Karosserien,  erwies sich aber als Vorteil, denn die Produktion von Alternativmodellen gestaltete sich viel rascher. Schon bald gab es die verschiedensten Ausführungen, bis hin zur sportlichen 6 Zylinder Variante "Vitesse" und die passive Sicherheit war auch besser. meistverkaufte Triumph entstand ebenfalls auf Basis des Herald,  nämlich der "Spitfire" von der Presse auch E-Type des kleinen Mannes genannt, wegen der Motorhaube mit integrierten Kotflügen.der TR3 erfuhr eine neue Überarbeitung durch Michelotti, der TR4 behielt zwar die Rahmen-bauweise, doch die gesamte Karosserie wurde neu gestylt, der Innenraum - anfangs noch lackiert, später dann mit der typischen Holztäfelung im französischen Stil - wurde moderner und der Motor wurde eben-falls überarbeitet. Die grösste Neuerung aber folgte schon sehr bald, die Hinterachse wurde mit dem TR4 IRS unabhängig. (= Independnant Rear Suspension) Mittlerweile war Triumph dem Leyland Konzern einverleibt worden, wie auch 1963 erschienen dann auch schon die neuen Big Six Saloons, wie man sie nannte, statt dem Standard Six Vignale und dem Standard Six hießen die Limousinen nun Triumph 2000 und 2500 Mk1. Durch die zurückgesetzten Scheinwerfer erhielt der 2000 eine "Nase" im Kühlerbereich, was ihm im deutschsprachigen Raum den Beinamen "Nasenbär" einbrachte. Die neuen Saloons wurden besonders auf dem englischen Markt gerne angenommen, wirkten sie doch gegenüber den Konkurrenten Rover oder Vauxhall moderner und sportlicher, durch die unabhängige Schräglenker Hinterachse (Ähnlich dem BMW 2000) war auch das Fahrverhalten besser. Mit dem 2500 Pi hatte Triumph nun die Nase vorne, denn kein Fahrzeug dieser Kategorie hatte damals die Einspritzung serienmäßig.
lief der Mk1 aus und der Nachfolger Mk II kam auf den Markt, er erhielt  ein scharfkantiges Heck und eine ebenso scharfkantige Schnauze mit vier runden Scheinwerfern wie sie auch im Flaggschiff dem "STAG" Cabriolet verwendet wurden.der Ausstattung des Mk1 mit einer serienmäßigen Einspritzanlage 1968 wurde der TR4 IRS mit dem selben Motor ausgestattet, aber sonst mit nur kleinen Veränderungen hieß der bis dahin stärkste Triumph nun TR5 Pi. Tatsächlich konnte es dieser Sportwagen mit vielen Konkurrenzmodellen aufnehmen, trotz des mittlerweile schon antiquierten Motors, der seine Wurzeln in den frühen 50er Jahren hatte.
 Wie schon Ende der 50er die 60er, hatte Triumph nun die 70er im Focus. Neue Modelle mussten her und vor allem neue Motoren. Schon längst hatte Triumph an der Entwicklung des "Slant Four" gearbeitet und nun kam auch noch ein V8 ins Spiel.
wurde der Stag, ein 4 sitziges, offenes Grand Tourer Modell vorgestellt, mit neuem V8 ohc Motor und viel Vorschußlorbeeren, 1 Jahr vorher waren die Mk2 Saloons erschienen und auch der TR6 Pi, ein nun auch an der Karosserie überarbeiteter TR Sportwagen, diesmal nicht von Michelottei - sondern von der deutschen Firma Karmann (Karmann Ghia). Zwar wurde die Gürtellinie beibehalten und auch der Innenraum wurde nicht wesentlich geändert, doch vorne und hinten sah der TR6 gänzlich anders aus. Und er wurde sofort ein Erfolg. Herald wurde nun 1971 eingestellt, dafür kamen nun die etwas größeren Triumph 1300 (hatte sogar einen Frontantrieb), Toledo und 1500 auf den Markt. Im großen und ganzen waren sie im Stil der großen Mk1 6 Zylinder gehalten. Diese Baureihe hielt zwar bis 1976, doch bereits 1972 war der Dolomite mit dem neuen schräg geneigten "Slant 4" Motor auf den Markt gekommen, mit dem sie auch den Saab 90 ausstattete. Alles in Allem waren diese Modelle verglichen mit der Konkurrenz luxuriöser ausgestattet. Technisch (bei den 1300-1500ern) jedoch schon etwas veraltet. mit dem Dolomite Sprint  2 Liter versuchte Triumph dem beliebten 2002 von BMW paroli zu bieten, sogar bei Tourenwagenrennen. Mit dem Sprintmotor war jedoch eine technische Meisterleistung gelungen, dem ersten serienmäßigen 16 Ventilmotor. Triumph begann nun in der 2ten Hälfte der 70er Jahre die Modelle der kommenden 80er zu entwerfen, sämtliche noch produzierten Modelle waren betroffen. Darüber hinaus war mit der Fusion von Leyland und BMC BLMC - später nurmehr British Leyland entstanden, worin sich nun sämtliche Binnen Mitbewerber befanden, was über's Jahrzehnt für Triumph fatale Folgen hatte. Durch die Konzentration vieler früherer Marktkonkurrenten, mußte nunmehr unter einem Dach eine Straffung der Produktpalette vorangetrieben werden, was nach und nach das Aus für die meisten Triumph Modelle zugunsten Rovers bedeutete. Unter British Leyland begann der Niedergang und letztlich der Ausverkauf der britischen Auto Industrie. Die legendäre TR Baureihe wurde 1977 eingestellt,  auch alle anderen Modelle liefen ersatzlos aus, keines der Prototypen oder Neuprojekte wurden verwirklicht, bis auf den TR7/TR8, der 1981 das lange Sterben der Marke Triumph beendete. Nur einige neu entwickelte Motoren und das neue 5 Gang Getriebe wurde in Modellen von Rover oder Jaguar für einige Jahre verbaut.von 1982-1984 gefertige Triumph Acclaim war lediglich ein sogg. Badge Modell, also ein fremdes Automodell mit Triumph Logo. Er basierte technisch vollkommen auf dem Honda Ballade, der sozusagen von Triumph in Lizenz hergestellt wurde. Die Japaner hatten Anfang der 80er Jahre einen Kooperationsvertrag mit Leyland unterschrieben, der bis zur Übernahme durch BMW 1990 hielt. Acclaim wurde das am meisten verkaufte Modell mit Triumph Logo in Großbritannien.  ENDE

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