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Plus-Minus

 

Das Dilemma:  Triumph versuchte den Spagat, ein Luxusauto zum Preis eines Mittelklasswagens, ohne Verluste verkaufen zu wollen. Das funktionierte unter den damaligen Marktverhältnissen gar nicht, also sparte man beim Material (z.B. Kunstledersitze) und verzichtete mangels Budget auf wesentliche Verbesserungen von sogenannten Kinderkrankheiten, sodaß diese durch die gesamte Produktionszeit mitgenommen wurde.
Die Zylinderköpfe.
Die Aluminiumlegierung des Kopfes neigte zum sogenannten Aluminiumfraß, besonders an den Stehbolzen, dort wo sie den Motorblock berührten. Es entstanden elektrische Kriechströme welche die Erosion beschleunigte. Besonders fatal war es wenn die amerikansichen Autofahrer eher schlampig mit den Kühlmitten umgingen, so verwendeten sie oft nur reines Wasser, oder Ethylenglykol ohne Aluminium Inhibitor. Oft nach kurzer Zeit mussten die Zylinderköpfe abgenommen werden, was sich dann oft als sehr schwierig erwies. Nicht selten mussten die Köpfe erneuert werden, weil sie beim Versuch sie abzuziehen schwer beschädigt wurden.
Abhilfe:
  Unbedingt Gycol mit Alu Inhibitor verwenden (haben moderne Frostschutzmittel ohnedies), am besten 50:50 mit Wasser.
Vor dem Anbringen der Zylinderköpfe, mit einem längeren Stück dicken Eisendraht in den Kühlkammern des Motorblockes eventuelle Rückstände vom Formsand, Rost und Kalkrückstände lockern, dann ohne Kühler
ordentlich spülen.

Die Kurbelwelle.
den 60ern und 70ern verwendete man häufig Weichmetall-Lager, statt Dreischicht-Lager. Daher verzichtete man auf das Nitrieren (härten) der Stahlwellen. Kaufte man nach Reparaturen die qualitativ besseren Dreistofflager ohne die Wellen zu härten, war ein Lagerschaden nur eine Frage der Zeit.
Abhilfe
:   Kurbelwelle nitrieren lassen


Die Steuerketten.
waren von minderer Qualität und nur einreihig ausgeführt, ihre Lebenszeit währte daher nur relativ kurz, aber zumindest ihr Rasseln warnte den Fahrer rechtzeitig.
Abhilfe:
 Sogenannte "German Chains" oder Duplexketten

Das Kühlsystem.
8 Kolben des V8 Motors produzieren natürlich mehr Wärme als nur 4 davon, die Größe des Kühlers beim Stag war aber zu klein dimensioniert, die Zylinderkopfdichtung hatte zu kleine Bohrungen, die Fallweise sogar "zuwuchsen", der Wasseraustausch zwischen den beiden Köpfen erfolgte nur durch einen kleinen Kanal durch die Ansaugspinne. Kühlkanäle im Radiator waren waagrecht angeordnet, sodaß sie sich leichter verlegten und es zu einem Kollaps der Kühlung kommen konnte. Wie man heute noch bei gründlicher Reinigung der Wasserkammern des Zylinderblockes oft noch Guß-Sand Rückstände finden konnte.  Sand zirkulierte, zusammen mit Rost und Kalkrückständen was zu fataler "Arterienverkalkung" führen konnte, bereits 1 Liter Wasserverlust brachte den Triumph V8 zum kochen, weshalb heute wesentlicher Augenmerk auf Vermeidung derselben gelenkt wird.
     Die innenliegende Wasserpumpe gilt als weiterer Schwachpunkt im Kühlsystem, die 6 Flügel schafften es bei hohen Außentemperaturen gerade noch die Hitze einigermaßen wegzubringen, aber ein kleines Handicap genügte und schon hatte man einen überhitzen Motor. Da half auch eine 12 Flügel Pumpe wie beim Mk2 Modell auch wenig.

Abhilfe:
  Stärkerer Hochleistungsradiator,  50:50 Kühlmittel zu Wasser, eventuell externe elektrische Wasserpumpe zusätzlich, bei höherer KM Jahresleistung, Kühlflüssigkeit jährlich wechseln, elektrische Ventilatoren. Thermostat prüfen. das Kühlmittel (Ethylenglycol) muß Aluminium Inhibitor haben. Moderne Frostschutzmittel erfüllen die Voraussetzungen.?Wärme- Leitfähigkeit von Wasser ist besser als von Frostschutz, ergo wäre reines Wasser (in frostfreien Ländern) zur Kühlung am Besten - wären da nicht die Korrosionseigenschaften. Also muß ein Kühlerkorrosionsschutz beigemengt werden und der ist im Frostschutz (Inhibitoren). Im Gegensatz dazu muß bei Verwendung von viel Glycol der Wärmeaustausch beschleunigt werden, also größere Kühler, elektrische Ventilatoren und eventuell externe Wasserpumpe und Ölkühler.Gefrierpunkt (oder Schmelzpunkt!) von Glycol liegt bei -16 Grad - der Siedepunkt bei 197 Grad (Unter den höheren Druckverhältnissen im Motor erheblich weniger) also braucht man im Winter ein Mischungsverhältnis von 2:3 Wasser:Frostschutz.beginnt bei 0 Grad zu schmelzen(darunter wird Eis), der Siedepunkt ist 100 Grad, darüber wird Dampf.Verwendung von Frostschutz hebt also den Siedepunkt von Wasser an (bei 1:1 ca auf 108 Grad): ImSommer so wenig Frostschutz als möglich(1:3), destiliertes Wasser verwenden (kein Kalk enthalten, Kalk fördert Korrosion!)
Tip:
 Ein Stück von Damenstrümpfen abschneiden, über den Eingangsstutzen des Radiators spannen, Zulauf Wasserschlauch drüberschieben und befestigen. Der Damenstrumpf filtert das vom Motor kommende Wasser.

 
 
 
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