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Der Alu-Zylinderkopf hat eine über Zahnräder angetriebene Nockenwelle die direkt über Tassenstössel die Ventile betätigen. Das Ventilspiel muß mittels "Blättchen" eingestellt werden. Dazu müssen zuerst die aktuellen Toleranzen gemessen werden, danach wird die Nockenwelle abgenommen, eventuell dickere oder dünnere, kleine Distanzscheiben zwischen Stössel und Ventlschaft oberseite eingelegt, die Welle wieder angeschraubt werden.Die Köpfe galten wegen ihrer Korrosioneigenschaften in Verbindung mit Eisen (Block und Stehbolzen) und dem falschen Kühlmittel als Achillesferse des Stag.


Die servounterstützte Zahnstangenlenkung ist sehr effektiv, mutet "amerikanisch" an, dh. sie ist sehr leichtgängig, kann mit dem kleinen Finger betätigt werden, was beim Einparken sehr hilfreich ist, auf Autobahnen hingegen muß man sich dran gewöhnen, da sind hektische Bewegungen nicht ratsam. Das servicieren dieses Systems erweist sich meist sehr simpel und billig und kann leicht selbst bewerkstelligt werden.


 Der Stag hat baugleich mit den Limousinen diese Schräglenker, die mittels Hilfsrahmen(3) an die Bodenplatte geschraubt werden. Sie sind aus Dur-Aluminiumlegierung und sehr robust. Und - sie können nicht rosten wie bei  ähnlichen Konstruktionen aus Stahlblech. Federn und Stoßdämpfer sind separat (1&2). Der Stabilisator(4) ist nicht original aber ein nützliches Nachbauteil (beim deutschen Stagclub und bei der Fa. Monarch erhältlich), welches das bekannte "Versetzen" des Hecks das beim Beschleunigen aus der Kurve auftritt, verhindert. ("Stag Twitch")

Die Wasserpumpe ist eine Besonderheit beim Stag und den 4 Zylinder Slant 4 Motoren, ist sie doch nicht wie üblich extern oder angebaut, sondern ein Einbauteil, das heißt sie ist kein externes Aggregat. Sie ist in den Motorblock, zwischen den beiden Zylinderbänken eingelassen, der Pumpenkörper ist also der Zylinderblock. Sparte Platz gegenüber einem stirnseitig angeflanschten externen Teil. Die Mk1 Motoren besaßen eine 6 Flügelpumpe, beim Mk2 waren es 12 Flügel, das Spiel wird mit einem der 3 verschiedenen Dichtungen eingestellt. Entfernt wird sie mit einem Gleithammer, der oben angeschraubt wird und der die Pumpe raus "schlägt".




Hier die  Königswelle, welche bei (1) den Verteiler antreibt der seinerseits die Ölpumpe bewegt. Bei (2) wird die Wasserpumpe angetrieben und bei (3) wird über ein angeflanschtes Zahnrad die Welle selber angetrieben. Eine defekte Wasserpumpe kann daher - wenn Wasser eintritt daher einen erheblichen Motorschaden verursachen.

   

Overdrive Planetengetriebe wurden vornehmlich bei englischen, amerikanischen und schwedischen Autos der 50er-8oer Jahre verwendet und in der Jetztzeit von 5 oder 6 Ganggetrieben abgelöst. Dabei wurde es an das normale (1)Getriebe (das eine andere Antriebswelle benöigte) angeflanscht. Über einen elekrisch betätigten (3)Solenoidschalter wird hydraulisch das Planetengetriebe (innen) verschoben, sodass eine andere Untersetzung entsteht. Dabei wird die Motordrehzahl abgesenkt und man hat mehr Spielraum - entweder man sparte dabei Sprit oder man konnte wieder mehr Gas geben und fuhr eine höhere Endgeschwindigkeit heraus. (in Wikipedia ist da eine gegenteilige Behauptung - die ist aber falsch!) Amerikanische Autos hatte oft zu ihren 3 Gang Automatik noch den Overdrive dazu wie dieses Mustangetriebe zeigt. Meistens zum 3ten oder 4ten Gang zuschaltbar, manche TRs  hatten es auch beim 2ten Gang.

Zenith Strombergvergaser wurden ausschliesslich in englischen und schwedischen Automobilen der 60-80er Jahre verwendet. Ihre simple Bau und Funktionsweise zeichnet diesen Vergaser aus, dessen Prinzip auch bei den ähnlichen SU Vergasern angewendet wird. Jeder Jugendliche kennt es - von den Mopeds. Luft wird angesaugt erzeugt dabei einen Unterdruck der im oberen Teil entsteht und den Düsenkolben über ein Membran(1) ansaugt. Die Düsennadel an der Unterseite des Kolbens sitzt im Düsenstock(3) und verändert den Querschnitt an der Düse, je mehr Unterdruck umso höher hebt sich der Düsenkolben, dabei kann mehr Sprit von der untenliegenden  Schwimmerkammer(2) in den Luftstrom gelangen wo er zerstäubt wird, Dieses Gasgemisch wird eingesaugt und verbrennt im Motor, je weiter sich die Drosselklappe(5) öffnet - umso mehr Luft wird angesaugt (bei 4) das gleichzeitig mit dem Benzin Gas angereichert wird.


 
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